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Welchem Hund geben Sie ein neues Zuhause? Teil 1

Neufundländer WelpeNeufundländer vom Züchter

Der Rassehund vom Züchter

 

Wenn Sie diesen Artikel lesen, haben Sie eine wunderbare Entscheidung getroffen: Sie haben sich festgelegt und wollen Ihr Leben die nächsten zehn bis 15 Jahre gemeinsam mit einem Hund verbringen. Jetzt kann es endlich in die konkrete Planung gehen. Aber schon türmen sich die nächsten Fragen auf, denn aus welchem Stall soll das neue Familienmitglied denn nun kommen?

Die Frage ist so leicht nicht zu beantworten, denn Sie haben die Wahl:

Sie könnten sich nach einem geeigneten Züchter umsehen, einem Hund aus dem Tierheim ein neues Zuhause geben oder einen Vierbeiner aus dem Auslandstierschutz übernehmen. Um Ihnen ein wenig Wissen an die Hand zu geben werden wir Ihnen die Vor- und Nachteile einer jeden Möglichkeit aufzeigen und Ihnen sagen, worauf sie jeweils achten sollten.

Eines nehmen wir an dieser Stelle jedoch weg: Um dubiose Tierhändler, die Welpen aus dem Kofferraum verkaufen oder auf Kleinanzeigen-Plattformen im Internet anbieten, sollten Sie einen weiträumigen Bogen machen. Diese Hunde haben bis dahin viel Leid erlebt und bringen auch Ihnen als Tierbesitzer in den meisten Fällen keine Freude, weil sie aufgrund der desaströsen Zuchtverhältnisse große gesundheitliche Probleme mit sich bringen und in vielen Fällen das erste Lebensjahr nicht überleben.

Der Rest ist reine Entscheidungssache. Alle Möglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile. Es kommt darauf an, das Passende für Ihre eigene Lebenssituation zu finden.

Vor- und Nachteile Züchter

Wenn Sie Ihren kleinen Hundefreund bei einem Züchter kaufen, wissen Sie am ehesten was Sie bekommen. Sie können sich im Vorfeld in aller Ruhe überlegen, welche Größe, welche Rasse aber auch welche Eigenschaften des Tieres am besten in ihr Leben passen. Im zweiten Schritt können Sie sich im Internet einen seriösen Züchter suchen und Kontakt aufnehmen. Sie können genau planen, wann der Welpe am besten in Ihr Haus kommt und direkt sehen, wer für wann einen Wurf plant. Nichts muss überstürzt stattfinden. Wenn der Welpe dann endlich kommt, sind Sie und Ihr Zuhause bestens vorbereitet.

Ein Züchter, der sein Gewerbe ernsthaft betreibt, wird das Tier bis zur Abgabe sorgsam und artgerecht aufziehen. Das neue Familienmitglied wird nicht vor der 8 -10. Lebenswoche abgegeben werden, sodass der kleine Vierbeiner ausgereift ist und gut in seinem neuen Leben klar kommen kann. In dieser Zeit wird der Züchter alles dafür tun, ihn ausreichend zu sozialisieren und ihm alles mit auf den Weg geben, was er braucht.

Wenn Sie den Welpen übernehmen ist er altersentsprechend geimpft und gechipt. Er wurde ausgiebig vom Tierarzt begutachtet und ist mit den notwendigen Papieren (europäischer Impfausweis und den entsprechenden Ahnenunterlagen) ausgestattet, sodass Sie sich auf das freuen können, was Sie sich ersehnt haben.

Darüber hinaus wird Ihnen der Züchter eine Menge Wissen über die Rasse und Ihr ausgewähltes Tier mit auf den Weg geben können, denn er kennt sich auf diesem Terrain bestens aus. Wird es Ihr erster Hund, sind die meisten Züchter gerne bereit, Sie in vielen Fragen zu beraten (Futterwahl, Erstausstattung, die ersten Tage Zuhause, sowie erster Besuch beim Tierarzt).

Bei Ihnen zu Hause

Der kleine Hund hat, wenn er zu Ihnen nach Hause kommt, keine Vorgeschichte im Gepäck und Sie haben die große Chance durch Ihre Einflussnahme und Erziehung, die Festplatte neu zu beschreiben. Neu lernen ist immer einfacher als umerziehen. Am Ende kommt aus diesem Grund viel eher Ihr Tier heraus. Anders, als wenn er schon andere, vielleicht unschöne, Erlebnisse hatte. Das macht das Ganze zu einem besonderen Erlebnis, denn die Zeit mit einem knuffigen Hundebaby ist schon etwas sehr besonderes und man wird erleben, dass er nach wenigen Tagen bereits fester Bestandteil der Familie und kaum mehr wegzudenken ist.

Klar ist aber auch, ein Hundebaby ist die erste Zeit sehr anstrengend und bringt eine Menge Arbeit mit sich. So werden Sie die ersten Nächte nicht durchschlafen können, weil der Welpe raus muss. Sie müssen ihm die Stubenreinheit gezielt und konsequent beibringen und auch den ganzen Rest der Erziehung übernehmen. Die Festplatte ist ja noch leer. Alles in allem kann man sagen, dass man ein gutes Jahr Arbeit in das Tier steckt, bis er grunderzogen ist. Unruhige Phasen wie z. B. die der Pubertät, in der der temperamentvolle Racker sämtliche Befehle zu vergessen haben scheint, inbegriffen.

Für einen Welpen vom Züchter muss man tiefer in die Tasche greifen, aber auch das ist gerechtfertigt. Wer mit zehn Wochen einen gesunden und agilen Welpen abgeben kann, hat nicht nur mit hohen Tierarzt- und Futterkosten gut in jeden einzelnen Hund investiert. Auch um eine Zucht im Vorfeld zu etablieren, müssen viele Richtlinien erfüllt und kostenpflichtige Genehmigungen eingeholt werden. Ein wenig in acht nehmen sollten Sie sich vor Überzüchtungen, die die Gefahr gesundheitlicher Einbußen erhöhen.

Worauf sollten Sie bei der Wahl des Züchters achten?

Achten Sie auf eine gute Chemie im Kennel. Unter den Züchtern gibt es viele Philosophien und Denkweisen. Aus diesem Grund sollten Sie nicht nur bei einem Züchter vorsprechen, sondern sich umschauen. Darüber hinaus sollte die Wahl nicht nur auf den Züchter fallen, der den günstigsten Preis und die geringste Anfahrtsstrecke hat.

Statten Sie dem Züchter einen Besuch ab, informieren Sie sich vorab und stellen Sie gezielt Fragen, wie alles abläuft, bis der Welpe zu Ihnen kommt. Ein guter Züchter wird Ihnen Rede und Antwort stehen und Ihnen alles zeigen.

Seien Sie gleichzeitig nicht verwundert, wenn Sie der Züchter wiederum gründlich in die Mangel nimmt und Vieles über Sie wissen möchte. Ein Züchter, der seine Zucht mit Leib, Seele und Herzblut betreibt, gibt seine Hunde nicht irgendwo hin. Er möchte für jeden Hund das optimale Zuhause finden und die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund nach wenigen Monaten zurück gebracht wird oder im Tierheim landet so gering wie möglich halten.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass man bei einem Züchter bestens aufgehoben ist, wenn man einen Hund vom Baby bis zum Tod begleiten möchte, spezielle Vorstellungen darüber hat, wie genau der Hund sein sollte und auch den Rat des Fachmanns gerne in Anspruch nimmt.