Biologisch artgerechte Rohfütterung

    Der Hund ist kein Carnivor. Er ernährt sich also nicht ausschliesslich von Fleisch!


    Hunde haben

    • ein grosses Nahrungsspektrum
    • ein grosses Anpassungsvermögen
    • eine Ernährung durch Beutetiere und pflanzliche Nahrung

    Wichtige Einflüsse auf den Ernährungsbedarf eines Hundes ergeben sich durch

    • Rasse
    • Alter
    • Haltung
    • Erkrankungen
    • Leistung (Arbeit, Trächtigkeit, Wachstum)


    Durchschnittliche Futter-Zusammenstellung ohne Getreide

    • Fleisch zu 70%: Muskelfleisch, Pansen/Blättermagen, Innereien, Knochen
    • Zu 25%: Gemüse und Salate
    • Zu 5%: Früchte
    • Grundsätzlich gilt: je abwechslungsreicher, desto besser.

     

    Was Sie nie füttern sollten sind: Avocados, Auberginen, rohe Bohnen, rohe Kartoffeln, Zwiebeln, Rettich, Quitten, rohe Holunderbeeren. Tomaten und Artischocken nur in Kleinstmengen verfüttern.

    Obst
    Sie können sämtliches reifes Obst inklusive Nüsse und Beeren verfüttern.


    Fütterung mit Getreide

    Bei Getreidefütterung sollten Sie 10% weniger Fleisch füttern. Die Hälfte vom Gemüse können Sie durch Getreide ersetzen.

    Achtung: Oftmals entstehen durch gleichzeitiges Verfüttern von Fleisch und Getreide Blähungen. Getreide kann aber in diesem Fall auch gut am fleischfreien Tag mit Quark gefüttert werden.

    Die häufigsten Futtermittelunverträglichkeiten sieht man vor allem bei Weizen. Oft hängt die Unverträglichkeit dabei vom Gluten ab, das in vielen Getreidesorten enthalten ist.

    Der Hund braucht physiologisch nicht unbedingt Kohlenhydrate als Energielieferant, denn er bezieht seine Energie in erster Linie aus Fett und zum Teil aus Eiweiss. Bei gesunden Hunden ist Getreide in geringen Mengen sicherlich nicht schädigend. Zum Beispiel bei Leistungshunden liefern die Kohlenhydrate schnelle Energie.

    Das Füttern von Getreide ist unter Rohfutterexperten ein umstrittenes Gebiet. Es gibt aber durchaus Hunde, die Getreide gut vertragen und auch gerne essen, und andere, die gar nicht mit Getreide zurecht kommen. Sie sollten jedoch auf gar keinen Fall Getreide in grösseren Mengen wie 60 – 90% füttern. Solche Mengen sind bei Fertigfutter üblich!

    Wenn Getreide, dann Vollkornflocken oder Schrot, welches Sie über Nacht eingeweicht oder gekocht haben.

    • Hafer
    • Hirse
    • Dinkel
    • Gerste
    • Quinoa
    • Amaranth
    • Mais
    • Reis


    Eine weitere glutenfreie Alternative zu Getreide als Kohlenhydratquelle sind gekochte Kartoffeln.

    Auch Milchprodukte, wie Joghurt, Quark, Hüttenkäse, etc. können verfüttert werden, und bieten eine gute Alternative als Fett – und Eiweisquelle.
    Wichtige Zusatzstoffe als Nahrungsergänzung oder als Kur zur stärkenden oder heilenden Wirkung.

    Öle und Fette mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Z.B.: Leinsamenöl, Hanföl und Fischöl oder Borretschöl

    Kräuter. Denn viele Beutetiere des Wolfes fressen Kräuter in geringen Mengen. Kräuter sind eine gute Quelle für Mineralien, Vitamine und Enzyme.

    Zusatzstoff Starterkit für Barfer

    • Bio-Hagebutten als Vitamin-C-Lieferant
    • Schindeles Mineralien
    • Algen und Kräutermix
    • Spirulina
    • Eierschalenpulver/Knochenmehl – als Zusatz, wenn man nicht jeden Tag die richtige Menge Knochen füttern will. Wichtig für die Kalziumversorgung!


    Beurteilung des Fütterungserfolges:

    • Halten des Normalgewichtes
    • Kotabsatz wie Konsistenz und Frequenz
    • Haarkleid
    • Verhalten